Rollenspiele – eine Reise in die Welt der Fantasie

Rollenspiele werden heutzutage fast ausschließlich mit einem bestimmten Genre innerhalb von Computer-, Video- und Browserspielen assoziiert. In diesem geht es im Gegensatz zu anderen Genres wie Geschicklichkeitsspielen, Simulationen, Renn- oder Sportspielen nicht um besonders schnelle Reaktionen am Joystick, Joypad oder an der Tastatur, sondern um taktisches Vorgehen, die Entwicklung seiner Spielfigur durch das Aufwerten bestimmter Fähigkeiten und letztlich um das Erzählen einer Geschichte.

Ursprung der Rollenspiele

Ursprünglich fanden Rollenspiele ausschließlich in der Fantasie der Spieler statt: Beim Pen-and-Paper-Rollenspiel, das man mit mehreren Mitspielern spielte, übernahm eine Person, der sogenannte Spielleiter, die Rolle eines Geschichtenerzählers, der ein Szenario in einer Fantasiewelt entwarf, in dem die Spieler bzw. die von ihnen geschaffenen Charaktere miteinander interagierten. Der Spielleiter dachte sich eine Handlung aus, und die Charaktere der Spieler, die sich je nach gewählter Rasse oder Beruf in Fertigkeiten wie Stärke, Geschicklichkeit und Widerstandsfähigkeit unterschieden, erlebten in dieser Fantasiewelt, die einzig in der Vorstellung der Spielrunde Gestalt annahm, diverse Herausforderungen und Abenteuer. Entscheidungen wurden durch Würfeln herbeigeführt, wobei wiederum die Fähigkeiten der Charaktere den Ausgang beeinflussten. Diverse Bücher über die jeweilige Fantasiewelt, deren Bewohner sowie umfangreiche Regelwerke erlaubten es den Spielern, noch detailliertere Welten zu erkunden.

Heute haben die Rollenspiele längst ihren Weg in digitale Welten gefunden und es gibt auf nahezu jeder Plattform mehr oder weniger umfangreiche Rollenspiele, von denen die größten nicht selten ca. 100 Stunden Spieldauer erfordern, in denen man seinen Charakter entwickelt, Kämpfe besteht, diverse Herausforderungen meistert und immer tiefer in eine Geschichte eintaucht. Durch die lange Spieldauer kann man lange in die Welt der Rollenspiele eintauchen.

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